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Maqam & Melodie 2009

 
Palästinensisch-deutsche Jugendchorbegegnung und Konzert in Kiel

Jenseits von Sprachbarrieren ermöglicht Musik eine besondere Form der Kommunikation und kann daher für interkulturellen Austausch im Kulturbereich eine besonders tragfähige Basis bieten. So auch bei einem Chortreffen in Schleswig-Holstein für insgesamt ca. 60 Mitglieder der Jugendchöre der Oper Kiel und der Musikschule der Barenboim-Said Stiftung in Ramallah.

Eine dicht geplante Woche verbringen die Mitglieder beider Chöre von 18. bis 24. Oktober miteinander. Am Anfang steht eine gemeinsame Chorfreizeit in Wielen: Drei Tage lang finden hier unter Leitung von Marion Hack und Diego Alamar (Barenboim-Said Music Center Ramallah) sowie Michael Nündel und Nina Schoeneck (Kinder- und Jugendchor an der Oper Kiel) Proben und interkulturelle Spiele zum Kennenlernen statt. Den Schlusspunkt dieses ersten Teils der Begegnung bildet eine Öffentliche Probe im Veranstaltungssaal des Gästehauses.

Im Anschluss wohnen die palästinensischen Kinder bei Gastfamilien in Kiel. Auf dem Programm stehen ein Ausflug nach Hamburg, eine Führung durch die Oper Kiel inklusive eines Probenbesuchs der "Lustigen Witwe" und eine Fahrt auf der Kieler Förde.

Beim gemeinsamen Abschlusskonzert "Maqam & Melodie" in der Kieler Nikolaikirche werden deutsche und arabische Stücke präsentiert, darunter Auszüge aus der in Ramallah zur Erstaufführung gebrachten Kinderoper "Sultana von Cadiz" und Soloeinlagen einzelner Chormitglieder. Während des Konzerts stellt außerdem der Fotograf Peter Dammann in einem Lichtbildvortrag die Arbeit der Musikschule in Ramallah vor, die er seit mehreren Jahren begleitet und zuletzt in einem Bildband dokumentiert hat.

Die Jugendbegegnung ist eine von drei Kooperationsveranstaltungen, die unter dem Motto "Partnerschaften Kiel-Palästina" realisiert werden. Ziel ist es, jenseits von medialen Zerrbildern und Vorurteilen eine persönliche interkulturelle Begegnung zu initiieren. Das Projekt wird organisiert vom Projektbüro "radius of art" in der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Kiel. Unterstützt wird es von der Anna Lindh Stiftung für den Dialog zwischen den Kulturen, dem Goethe Institut, der Landeshauptstadt Kiel, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bingo! Umweltlotterie, der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, den Kieler Nachrichten, dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein und dem Hotel Berliner Hof.